Samstag, 30. März 2019

Ein gutes Buch

Hallo ihr Lieben

Ja, ihr seht richtig: ein neuer Blogpost! Nach dem ganzen Schreiben für die Arbeit in der Schule und meiner Pause vom Schreiben, habe ich heute endlich mal wieder Lust etwas für euch zu schreiben. Ich bin gespannt, ob das überhaupt jemand liest oder ob ihr alle schon völlig im Podcastfieber seid. 


Hach, eigentlich ist es schon ganz schön hier auf meinem Balkon im Hängesessel zu sitzen, meine Füsse in die Sonne zu strecken genüsslich an einem Kaffee zu nippen und mal wieder meinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Mittlerweile habe ich übrigens einen neuen Computer und das Tippen auf den Tasten klingt nun doppelt so schön. 
Wenn du jetzt diesen Post liest, dann finde ich, solltest du es mir gleich tun. Hol’ dir einen schönen Kaffee, deine Sonnenbrille und setz’ dich etwas an die Sonne. Ok, gut wenn es gerade Nacht ist bei dir, dann klappt das vielleicht nicht so gut. Aber vielleicht ist es dann auch nicht die richtige Zeit etwas zu lesen. Wobei, meinen Post kann man eigentlich immer lesen. Aber kennt ihr das, wenn ihr euch vornehmt heute Abend einmal nicht ans Handy oder an den Computer zu gehen und stattdessen ein Buch zu lesen? Und? Klappt das bei euch? Bei mir läuft das immer in etwa so ab:
Sagen wir mal es ist Freitag und ich sitze gerade an der Bushaltestelle. Vor mir ein frisch gedüngertes Feld, rechts der eine Bauernhof, links der andere und in der Mitte der Bauernhof aka meine Schule. Ich bin richtig erleichtert und freue mich auf ein schönes Wochenende. Nur zwei Prüfungen nächste Woche, das fühlt sich an wie Urlaub! Da kann man sich mindestens einen freien Wochenendtag gönnen. Es ist so unendlich romantisch wenn nicht sogar schon kitschig, wie ich so da sitze und mir meinen Abend ausmale. Im Gepäck neben meinem fünfhundertkilo schweren Ordner, einer Lunchbox mit dem Rest an Gnocci und meinen drölfmillionen Schulbüchern (ja, einen Tag kann man ja dann noch zum Lernen nutzen - von nix kommt nix) eine Tafel Schokolade, die ich mir im einzigen kleinen Laden neben der Schule gekauft habe. 
Ich male mir aus, wie ich gleich nach Hause komme, gemütlich einen Kaffee trinke und somit das Wochenende einläute. Vor dem Abendessen werde ich noch die verpasste Folge GNTM angucken und genüsslich meine Tafel Schokolade verspeisen. Dabei werde ich immer wieder das Stück Schokolade, dass gleich in meinem Mund verschwindet den Kandidatinnen vor die Nase halten und froh sein darüber, dass ich keine Modelmasse (natürlich nur von der Länge her) habe. 
Nach dem Essen setze ich das Teewasser auf. Ja, das Teewasser. Das macht man doch so, wenn man etwas lesen möchte. Ich suche meinen (mittlerweile) verstaubten Lieblingstee im Küchenschrank (also für die Nicht-Schweizer im berühmten CHUCHICHÄSCHTLI) und aus dem anderen CHUCHICHÄSCHTLI hole ich mir meine Teetasse. Jep, ich habe tatsächlich eine Teetasse (sogar mit einem kleinen Tellerchen für den Teebeutel). Diese hat mir mal ein Freund zum Therapiezweck geschenkt mit der indirekten Message ich solle mal meinen Kaffeekonsum überdenken. Ich nehme meine Tasse und trage sie ganz vorsichtig nach oben (nicht dass dann noch Tropfen auf den Parkettboden tröpfeln). Eine Kerze habe ich mir auch noch besorgt und das Buch liegt schon auf meinem Bett bereit. Es soll ein wahnsinnig gutes Buch sein. Ich kuschel mich gemütlich neben Gurli (nein, das ist nicht meine neue Katze sondern meine Kissensammlung vom IKEA). Die Kerze brennt, den Tee habe ich vergessen (vorher war er noch zu heiss, jetzt ist er zu kalt). Mein Buch schwebt mittlerweile nicht mehr so elegant über meinem Kopf, sondern verdeckt mittlerweile meine Augen. 

Am nächsten Morgen weiss ich leider noch immer nicht, ob es jetzt ein gutes Buch war.


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