Freitag, 15. Februar 2019

Keine Posts?

Hallo ihr Lieben

Ihr habt bestimmt gemerkt, dass in letzter Zeit kaum noch Posts online gekommen sind. Was dahinter steckt, möchte ich euch heute erzählen.




Als ich vor fast fünf Jahren meinen Blog als DIY-Blog gestartet habe, war es gerade total angesagt einen Blog zu haben. Die Leute haben Blogs geliebt, gelesen, abonniert und kommentiert. Wenn ich so zurückblicke kann ich sagen: Das Internet war vielleicht noch nicht ganz so schnelllebig wie heute. Ich weiss, das mag jetzt so klingen, als wären es nicht fünf sondern viel eher fünfzig Jahre. Ich glaube aber, dass man die tatsächlichen Jahre im Internet immer mal zehn rechnet (also so ähnlich wie bei Hunden). 

Damals war ich dreizehn/vierzehn und hatte eigentlich nicht wirklich Bock zu schreiben. Das einzige (und das glauben mir viele nicht) was ich damals geschrieben habe waren Weihnachtskarten und vielleicht noch einmal im Monat einen kleinen „Bericht“ in mein „Tagebuch“. Ja, und natürlich die Aufsätze in der Schule (ok, die mochte ich wirklich gerne). Aber für meinen Blog habe ich nicht gerne geschrieben. Schliesslich ging es ja auch vor allem um die Anleitungen. Der Text war also zweitrangig. 

Irgendwann habe ich die Liebe zum Schreiben entdeckt. Ich weiss, wenn ich ehrlich bin,  auch nicht, wie das gekommen ist. Ich weiss nur, dass ich sie irgendwann einfach gefunden habe. Und dann begann die Blütezeit meines Blogs. Jede Woche gab es mindestens zwei Posts. Man könnte meinen ich hätte nichts besseres zu tun gehabt und wenn ich ehrlich bin war das auch so. Ich bin seit ich denken kann sehr minimalistisch. Als ich noch nicht wirklich denken konnte, ich also ein Spermium war, sah das vielleicht etwas anders aus. Oder ich hatte am Tag der Tage einfach einen richtigen Motivationsschub und bin geschwommen und geschwommen - wenn ihr wisst was ich meine. Also zurück zu der Zeit in meinem Leben. Ich war sehr minimalistisch und echt zufrieden wenn ich einfach so durch die Schule gekommen bin. Meine Eltern haben mir zu dieser Zeit oft gesagt, ich könnte eine Einserschülerin (bei uns in der Schweiz eine Sechserschülerin) sein, wenn ich nur eine halbe Stunde pro Test mehr in die Schule investiere. Trotzdem haben sie mich machen lassen, wofür ich unendlich dankbar bin. Heute glaube ich, dass ich diese Zeit einfach für mich brauchte. In der Grundschule (bei uns die Primarschule) war es nicht immer einfach für mich. Mein Schulstart war eher bescheiden und ich musste schon in den ersten Klassen sehr viel für die Schule tun. Auf jeden Fall glaube ich, dass es mir unglaublich gut tat, einfach mal so mit einer Leichtigkeit durch die Schule zu schweben und nebenher genug Zeit zu haben, meinen Blog führen zu können.  Ich hatte also unglaublich viel Spass daran Texte zu schreiben, zu motivieren und zu inspirieren. Schreibblockaden kannte ich in dieser Zeit nicht. Die Leserzahlen stiegen kontinuierlich (da ich natürlich auch jede Woche sehr viel gepostet habe). Und klar kann man jetzt sagen, es ist nur eine Zahl. Doch die Mails und der persönliche Kontakt mit meinen Lesern hat mir einfach unglaublich viel Motivation für meinen Blog gegeben. 

Mit den Jahren (klingt schon wieder so alt) hat Instagram die Bloggerszene mehr und mehr „gefressen“ und die Influencer kamen auf. Keiner hat mehr Lust Posts zu lesen (geht mir übrigens auch so). Ein Bild sagt manchmal mehr als tausend Worte und ein Video sowieso. Warum sollte man also noch super lange Posts schreiben, die sich sowieso „keiner“ durchliest - eben. 

Auch wenn ich es wahnsinnig schade finde und auch schon alleine beim Wort „Influencer“ das grosse Kotzen kriege, muss ich diese Entwicklung akzeptieren. Schliesslich schreiben wir heute auch kaum noch Briefe (was ich auch sehr schade finde) sondern eher E-mails. Und hey, es hat ja auch seine super tollen Seiten. Ich liebe die Instastories. Da kann man einfach so ungeniert ehrlich sein - so sehe ich das zumindest, denn das ganze ist ja nach 24h wieder weg. 

Nein, das ist kein Abschiedsbrief. Der Blog bleibt bestehen und es gibt mit Sicherheit auch ab und an den einen oder anderen Post. Wie gesagt, das Schreiben bereitet mir einfach immer noch wahnsinnig viel Freude. Es wird einfach seltener. Ich hoffe ihr freut euch dann vielleicht über die geschriebenen Posts genauso wie ich mich über echte Postkarten in meinem Briefkasten. 

Der Blog bleibt bestehen und ich habe in den nächsten Monaten noch so einiges vor. Ein kleiner grosser Umzug steht bevor. ;-) Denn ich bin auch mit der Plattform meines Blogs überhaupt nicht mehr zufrieden. Ja, das war vielleicht 2014 normal und cool, aber 2019 genügt mir die Qualität einfach nicht mehr. Ich bin mir sicher, sobald ich dafür eine neue Plattform habe, (was wie gesagt noch etwas dauern kann) kommt das mit den Posts vielleicht auch wieder mehr. Wir werden sehen.

Und ich, ich bin ja immer noch hier. Also vielleicht nicht immer genau hier aber zum Beispiel auf meinem Podcast. Ich glaube einfach, dass dieses Medium momentan einfach am besten zu mir passt. Instagram nervt mich nämlich auch ein bisschen. Diese „wirsitzenalleaufpinkenflamingosimpoolimdezemberundsindeinfachsounglaublichperfekt-Welt“ ist einfach nicht so meins. 

Podcasts hingegen schon. Da gibt es (noch) keine Werbung für irgendwelche komischen Uhren und Entschlackungstees, und ich hoffe das bleibt auch noch eine Weile so. Zudem ist es irgendwie ähnlich wie der Blog. Nur das ich das sonst geschriebene einfach direkt ausspreche, was ich irgendwie auch ganz schön finde. Und es ist natürlich wahnsinnig praktisch. Man kann mich quasi überall „konsumieren“. Beim Aufräumen, im Bus, beim Einschlafen, Schminken etc.

Wo ihr den Podcast finden könnt? Überall wo es Podcasts gibt. Zum Beispiel direkt über die Podcastapp von Apple, über Soundcloud, Spotify und diverse andere Podcastapps. Eine, die ich euch wärmstens empfehlen kann ist „Overcast“. Die ist super einfach zu bedienen und kostenlos im Appstore zu finden. 

Soweit nichts schief läuft gibt es jeweils am Freitag eine neue Episode. Kaffeeklatsch zum Freitag heisst das Format, bei dem ich euch gemeinsam mit Nespresso zu einem Kaffeeklatsch einlade und über alle möglichen und unmöglichen Dinge rede. 

Ich freue mich riesig, wenn ihr mich auch auf dieser Reise begleitet! Hüpft also schnell rüber!

Bis ganz bald!


Eure Chiara

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