Donnerstag, 17. Mai 2018

Warum wir alle Gewinner sind

Hallo ihr Lieben

Heute reden wir mal darüber, warum manche Tage einfach blöd sind und warum wir trotzdem alle Gewinner sind.
Unter diesem Post findet ihr den passenden Podcast. 



Es gibt Scheisstage. Da stelle ich den nervigen Wecker aus, schlafe nochmals ein, um eine halbe Stunde später zu merken, dass ich eigentlich schon auf dem Weg sein sollte. Aufstehen und zack, das falsche Bein gewählt; der Tag kann nur noch schlimmer werden. Wenn ich mich dann im Vorbeigehen im Spiegel betrachte, merke ich, dass heute eigentlich kein guter Tag für einen Ungeschminkt-Tag ist, doch es muss sein, denn Zeit ist gerade Mangelware. Alle Hefte, Ordner und Bücher in die Tasche werfen und einfach hoffen, dass nichts fehlt. Ich renne hektisch durch die Küche, schliesslich möchte ich noch etwas essen, denn bis zur Mittagspause ist es heute lang! Ein Stück Brot mit Nutella ist jetzt genau das richtige. Stulle gestrichen und auf geht’s…oder auch nicht…das Brot ist runtergefallen. Was glaubt ihr auf welche Seite?
Ich könnte noch lange so weiter erzählen, denn das war definitiv noch nicht alles, was mir an diesem Tag passiert ist. Wie habe ich mich gefühlt? Wie ein Versager.
Nun möchte ich aber noch von einem anderen Tag erzählen. Der ist schon etwas länger her und trotzdem kann ich mich noch ganz genau an diesen Tag bzw. diese Nacht erinnern. Versetzte dich nochmals in die Zeit als du vierzehn warst. Wie warst du da so drauf? Auf was hattest du Bock und auf was nicht? Wie hast du dich verhalten? Diese Frage kann ich ganz einfach beantworten: Ich hatte auf alles Bock ausser auf Schule. Es fiel mir zur Zeit eh alles total einfach und deshalb habe ich mich manchmal sogar gefragt, warum ich überhaupt zur Schule gehe. Wofür denn Hausaufgaben machen, wenn ich im Unterricht auch improvisieren kann? Die guten Noten waren eh sicher und es schien so, als könne mir nichts passieren. Naja, da habe ich mich wohl etwas verschätzt. Ende Semester wurde es verdammt knapp. Es war nicht so, als hätte ich wiederholen müssen, doch ich hatte den Schnitt nicht. Den Schnitt, den ich sonst immer locker erreicht hatte. Zack, und da waren sie, die schlaflosen Nächte und dazu kam die Angst vor Prüfungen. Nein, es war nicht schön. Zum Glück hatte ich damals eine Freundin, der es ganz genauso ging. So konnten wir wenigstens unser Leid teilen und gemeinsam unsere Bikinifigur ruinieren, in dem wir kiloweise Schokolade gegessen und viele Taschentücher vollgeweint haben. Wie habe ich mich gefühlt? Wie ein Versager.
Eine weitere Geschichte. Es war eine Chemiestunde bei unserem super netten Chemielehrer. Er war eigentlich wirklich super nett, er war der Lieblingslehrer von allen. Ich fand ihn auch toll, bis zu diesem einen Tag. Wobei ich mich im Nachhinein bei ihm bedanken kann, doch alles der Reihe nach. Wir sassen alle in besagter Chemiestunde die Klasse hat es wieder einmal geschafft den Lehrer vom eigentlichen Thema abzulenken. Nun redeten wir anstatt über die DNA, über unsere Berufswünsche. Jeder hat erzählt, was er gedenkt nach der Schule zu machen. Ich habe gesagt, dass ich gerne Journalistin werden möchte. Seine Antwort: „Wow! Ein Brotloser Job. Viel Spass du wirst in einem Regionalblatt landen und dort für den Rest deines Lebens über irgendwelche Jass Tourniere berichten.“ Der Tag war für mich gelaufen und ich fühlte mich wieder ein mal mehr wie ein Versager.   
Ich habe mich in allen Situationen wie ein Versager gefühlt. Das schlimmste: Ich war ein Versager. Du sagst jetzt vielleicht, dass keiner ein Versager ist. Ich behaupte etwas anderes. Ein Versager ist für mich jemand, der glaubt er ist ein Versager, denn: „Words becomes thoughts“. Es ist so, glaubst du du bist ein Versager, bist du ein Versager, glaubst du du bist gut so wie du bist, dann bist du gut so wie du bist. Da spielt es überhaupt keine Rolle, was andere sagen. Es ist generell wichtig, dass du auf dich hörst. Die Meinung anderer spielt absolut keine Rolle (zumindest hier). 
Ich habe gesagt „Words becomes thoughts“, also das hat schon vor mir jemand gesagt, doch ich habe es jetzt gesagt - du weisst was ich meine. Wie bekommt man es dann hin, dass man denkt man ist ein Gewinner? 
Ganz einfach. Du bist hier. Du bist hier auf dieser Erde. Du lebst. Du hast dich gegen 100 - 600 Milliarden andere Spermien durchgesetzt! Du bist der Gewinner! Du hast es geschafft! Du hast einen riesigen, wenn nicht sogar der grösste, Wettbewerb deines Lebens gewonnen! Du kannst so unendlich stolz auf dich sein! Also zeige das! DAS IST SO WICHTIG!

Ich wünsche euch einen wundervollen Tag!


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