Freitag, 15. September 2017

Aus dem Leben einer Schülerin: "Lass deine Schwächen links liegen!"


Heute gibt es einmal ein etwas ernsteres Thema in meiner Kolumne, denn Schule ist nicht immer einfach.
Viel zu oft wird uns gesagt was wir etwas nicht können. „Hier dran musst du noch arbeiten, das kannst du noch nicht so gut und hier drin bist du die schlechteste Person auf der ganzen Erde!“

Aber warum legen wir den Fokus immer so auf die negativen Dinge? Warum können wir nicht einmal sagen was eine Person denn besonders gut kann? Wahrscheinlich, weil es einfach schwieriger ist jemanden zu loben, als jemanden zu kritisieren. Es fällt uns viel einfacher zu sagen was uns an dieser Person stört bzw. was sie nicht gut kann, aber anders rum ist es garnicht so einfach. 

Vielleicht denkst du jetzt: „Andere Personen sagen einfach nichts positives über mich, weil ich einfach nichts positives an mir habe!“ 
Wenn du solche Gedanken haben solltest, dann schreibe diese mal ganz schnell auf einen Zettel und werfe ihn aus dem Fenster oder verbrenne ihn (wenn auch nur gedanklich). Nie mehr wieder wirst du in deinem Leben diese Worte aussprechen geschweige denn denken!
Wir schauen nur noch auf die positiven Dinge, die Dinge die du schon gut kannst. Ja, ich weiss das klingt jetzt sehr nach „Friede, Freude, Eierkuchen-Chichi“. Ich meine es aber nicht so, zumindest nicht ganz so. 

Ich mache ein Beispiel, damit du es besser verstehen kannst. Stelle dir vor du hast dein ganzes Leben schon Probleme mit dem Fach Mathematik (0815-Beispiel ich weiss, aber viele Schüler haben darin Probleme, deshalb habe ich es gewählt). Immer wenn du in der Schule etwas rechnest, zu Hause deine Hausaufgaben machst oder für eine Prüfung lernst brauchst du Hilfe oder du machst es einfach komplett falsch. Nie schaffst du es eine Aufgabe alleine zu bewältigen und wenn du es doch schaffen solltest, dann sagen alle, dass du eh nur abgeschrieben hast. 

Also investierst du all deine Zeit in Mathematik. Vielleicht hast du Nachhilfeunterricht, ein Mitschüler hilft dir oder du sitzt den ganzen Tag vor YouTube und schaust dir ein Mathevideo nach dem anderen an. Bei jedem neuen Video hast du Hoffnungen, dass du es nun verstehen könntest und wieder wirst du enttäuscht. 
Vielleicht sind so schon komplette Wochenenden drauf gegangen. Überlege dir mal wie schade das eigentlich ist. 

Irgendwo hast du eine Stärke und diese Stärke musst du finden und weiter ausbauen. Vielleicht singst du gerne, spielst Fussball oder liebst es zu malen. Wenn du die Zeit, in der du versucht hast Mathe zu kapieren, in deine Stärken investiert hättest, könntest du jetzt vielleicht dein erstes eigens komponiertes Lied singen, gegen die stärkste Mannschaft in deinem Ort antreten oder Monalisa abmalen. 
Es heisst nicht, dass du nicht mehr an deinen Schwächen arbeiten sollst, aber konzentriere dich mehr auf deine Stärken und baue sie weiter aus. In der Schule kannst du die Noten teilweise kompensieren. 
Ja, dann steht da in Mathe halt eine nicht sooo gute Note aber dafür hast du die beste Note im Singen oder in Sport oder in Kunst. 
Lass dich nicht entmutigen von Stimmen, die dir nur immer das Negative einreden!


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